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Amtsgericht Aschaffenburg lehnte Kontaktverbot ab – jetzt ist die 26-Jährige tot!

Lebensgefährte unter Verdacht: Amtsgericht Aschaffenburg lehnte Kontaktverbot ab – jetzt ist die 26-Jährige tot!

ASCHAFFENBURG. Nach dem Auffinden einer 26-Jährigen in einem Pkw auf der Haseltalbrücke der Autobahn A3 und dem anschließenden Suizid des 31-jährigen dringend Tatverdächtigen dauern die Ermittlungen der Kriminalpolizei Würzburg und der Staatsanwaltschaft weiterhin an. Im Laufe des Sonntags, 9. April, liefen die Ermittlungen der Kripo Würzburg mit Unterstützung der Kripo Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft auf Hochtouren. Dabei ging es insbesondere um die Frage des genauen Tathergangs und der Tatumstände.

Fest steht zwischenzeitlich, dass die getötete 26-Jährige aus dem Landkreis Aschaffenburg stammt. Bei dem dringend Tatverdächtigen handelt es sich um den 31-jährigen ehemaligen Lebensgefährten der Frau, der ebenfalls im Landkreis Aschaffenburg wohnt. Auf Grund einer häuslichen Streitigkeit mit der 26-Jährigen wurde am 17. März durch die Polizei ein vorläufiges 14-tägiges Kontaktverbot nach dem Gewaltschutzgesetz gegen den 31-Jährigen angeordnet. Am Donnerstag, 6. April, kam es zu einem weiteren Vorfall. Der 31-Jährige nötigte die Frau, ihren Pkw anzuhalten. Diese verständigte die Polizei. Eine Gefährderansprache wurde durchgeführt. Am 7. April beantragte die 26-Jährige beim Amtsgericht Aschaffenburg im Wege einer einstweiligen Anordnung nach dem Gewaltschutzgesetz ein Kontaktverbot gegen den 31-Jährigen zu erlassen. Dieser Antrag wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Aschaffenburg vom 7. April mangels Antragsvoraussetzungen abgewiesen.

Am Montagvormittag, 10. April, wurde der Leichnam der Beifahrerin auf richterliche Anordnung in der Rechtsmedizin Würzburg obduziert. Dem Ergebnis zufolge hatte die 26-Jährige Stichverletzungen, denen sie erlegen war. Was den Tathergang anbelangt gehen die Ermittler davon aus, dass der 31-Jährige dem Opfer im Pkw die tödlichen Verletzungen zugefügt hat. Ob dies während der Fahrt oder nach Stillstand des Fahrzeuges geschehen ist, bedarf noch weiterer Ermittlungen. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde im Fahrzeug sichergestellt.

Zur Rekonstruktion des Unfallgeschehens auf der Haseltalbrücke wurde am Sonntagvormittag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg auch ein Sachverständiger hinzugezogen.

Quelle: wochenblatt.de

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Letzte Änderung am Mittwoch, 24 Januar 2018 12:16
Michael Dobler

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