18 Aug 2017

Missbrauch: Bewährungsstrafe für Jugendbetreuer

Zwei Jahre auf Bewährung: So lautet das Urteil des Hamburger Landgerichts im Falle eines Jugendbetreuers, dem sexueller Missbrauch von zwei Jungen in 108 Fällen vorgeworfen wurde.

Bereits bei den polizeilichen Vernehmungen als auch zu Prozessbeginn zeigte sich der 43-Jährige geständig. Er habe pädophile Neigungen, diese aber sehr spät erkannt und auch angenommen, sie selbst in den Griff zu bekommen.

Kontakt als Jugendbetreuer aufgebaut

Darüber hinaus gab der Angeklagte zu, zwei Jungen im Alter von zehn und elf Jahren zu sich nach Hause eingeladen und immer wieder sexuell berührt zu haben. Einen der Jungen, den er im Jahre 2006 auf einem Flohmarkt kennenlernte, missbrauchte der Mann 54 Mal. In den Jahren 2008 bis 2011 sei es dann auch zu 54 Übergriffen auf einen weiteren Jungen gekommen. Zu dem damals Zehnjährigen hatte er als ehrenamtlicher Betreuer einer kirchlichen Jugendgruppe Kontakt aufgebaut.

Eindringliche Schilderungen der Opfer

Einer der jungen Männer, der am Donnerstag als Nebenkläger auftrat, schilderte eindringlich, mit welchen seelischen Folgen er noch immer zu kämpfen hat, auch gut zehn Jahre nach der Tat. So erklärte er, dass er die Taten damals "einfach nicht wahrhaben" wollte und erst spät gemerkt habe: "Nein, sowas ist nicht normal".

Die Richterin machte jedoch einfühlsam deutlich, dass ihn überhaupt keine Schuld treffe. "Es ist einzig und allein die Verantwortung des Angeklagten". Vor allem das Geständnis des Angeklagten wirkte sich strafmildernd aus. Darüber hinaus habe der Diplom-Ökonom bereits eine Therapie begonnen und sei nicht vorbestraft. Daher blieb es, trotz der Vielzahl der Fälle, bei einer Bewährungsstrafe.

Quelle: ndr.de

Redaktion genug-ist genug meint dazu:

Solange es immer noch augenscheinlich völlig weichgespülte Richter und Richterinnen gibt, die dem Grundgedanken einer Sühne der Täter weniger Gewicht in ihren aus unser Sicht vollkommen fehlgeleiteten Urteilen gegenüber den schrecklichen und vor allem lebenslangen Auswirkungen der Taten der Täter auf ihre hilflosen Opfer fällen, stimmt in unserer Gesellschaft nichts mehr.

Da offensichtlich der Werteverfall eindeutig auch in den Justizapparaten Einzug gehalten hat. Keine Mutter kann eine solche idiotische Urteilsbegründung nachvollziehen. Oh, der Täter benötigt therapeutische Hilfe, da er angeblich krank ist!

Das macht mich rasend, für den Täter findet dieser Staat immer wieder Erklärungen, warum schon wieder in Sachen sexueller Missbrauch solche milden Urteile gefällt werden. Aber Wirtschaftsstraftäter wie z.B. Hoeneß und Co., die erhalten wegen schlichten Steuerhinterziehungen, bei denen es nur um Geld geht, nicht um zerstörte Seelen, die volle Härte des Gesetzes und müssen dafür dann in den Knast.

Solange also Richter bei Wirtschaftsstrafsachen immer öfter Gefängnisstrafen ohne Bewährung (auch bein Ersttätern) verhängen, Pädophilen und Vergewaltigern aber immer wieder gern attestieren, sie seien ja psychisch Kranke und nur in 2. Linie Straftätter und diese dann selbstredend Bewährung erhalten, solange stimmt hier nichts mehr in diesem Staat.

Da muss man sich dann auch nicht mehr wundern, wenn immer mehr Menschen zu Reichsbürgern, Selbstverwaltern und Selbstjustizlern werden.

Ein hausgemachtes Problem der Juristen! Gelenkt von der schlechten Politik der Merkel Regierung!

Facebook Google Plus Twitter LinkedIn
M.Dobler

Wer anfängt mit mir zu spielen sollte darauf achten wenn ich einsteige! Denn wenn ich beginne mitzuspielen wird Dein Verlust höher sein als mein Einsatz! Und ich bin immer bereit einen Kollateralschaden einzugehen.

Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten

Alphabetische Übersicht:

Wir verwenden Cookies, um unsere Website zu verbessern. Durch die Nutzung dieser Website, geben Sie die Zustimmung hierfür. More details…