Corona-Masken: Neuer Bericht liefert heikle Vorwürfe gegen Bayerns Gesundheitsministerium

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Corona-Masken: Neuer Bericht liefert heikle Vorwürfe gegen Bayerns Gesundheitsministerium

Um das Tragen einer Schutzmaske kommt in der Corona-Pandemie* wohl kaum jemand herum. Bereits im Frühjahr 2020, kurz nach Beginn der Corona-Krise, stieg die Nachfrage nach Masken zur Eindämmung des Virus enorm. Nun, knapp ein Jahr später, sind vor allem die jetzt vorgeschriebenen FFP2-Masken* mit hohem Schutz besonders gefragt.

Bei der Beschaffung von Masken werden laut eines Beitrags von Spiegel Online (Artikel hinter Bezahlschranke) allerdings Vorwürfe gegen das bayerische Gesundheitsministerium laut. Offenbar soll es vor einiger Zeit zu fragwürdigen Deals mit einem Schweizer Maskenhändler gekommen sein.
Corona in Bayern: Fragwürdige Deals mit Maskenhändler in der Schweiz?

Spiegel Online zufolge soll die Schweizer Firma Emix dem Land Bayern Masken zu hohen Preisen zur Verfügung gestellt haben. Dem bayerischen SPD-Politiker Florian von Brunn kam dies merkwürdig vor – er stellte deshalb Strafanzeige. Pikant an dem Vorfall: CSU-Promis wie Monika Hohlmeier, die Tochter von Franz Josef Strauß, und Stephan Mayer, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, sollen darin verwickelt gewesen sein.

„Bisher unbekannten Dokumenten zufolge sind die Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums zu den umstrittenen Emix-Deals zweifelhaft. Auch ein Sicherheitsrisiko blieb offenbar im Verborgenen“, heißt es im Artikel von Spiegel Online. Fest steht, dass die Schweizer Firma dem Freistaat Bayern am 3. März 2020 eine Million Schutzmasken zum teuren Stückpreis von 8,90 Euro verkauft hatte. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums soll es sich dabei ausschließlich um FFP2-Masken gehandelt haben – doch offenbar erfüllten rund 700.000 Masken nur den chinesischen „KN95“-Standard. Auch entsprechende Zertifikate sollen gefehlt haben.
Deal mit Schweizer Firma Emix: Nahmen Monika Hohlmeier und Melanie Huml Einfluss?

Papieren zufolge sei die Lieferung allerdings noch weitaus größer gewesen. Unter anderem seien auch 96.000 OP-Masken darunter gewesen – zu ungewöhnlich hohen Preisen. Ein Ministeriumssprecher habe allerdings auf Nachfrage angegeben, dass „keine OP-Masken bei Emix“ bestellt worden seien. Ebenfalls problematisch sei es gewesen, dass zur Emix-Ware auch Masken der Marke Lanxin gehörten. Vor Masken des chinesischen Herstellers zur Eindämmung des Coronavirus* hatten belgische Behörden nach Tests gewarnt. Kontrolliert worden sei in Bayern nach der Lieferung lediglich „optisch und haptisch“, heißt es weiter.

Dass sie Einfluss auf die Beschaffung der Masken gehabt habe, bestreitet Monika Hohlmeier laut Spiegel Online. „Im März 2020 schrieb Hohlmeier schließlich für (…) Emix die damalige bayerische Gesundheitsministerin und Parteifreundin Melanie Huml an. Angeblich ganz unverbindlich“, heißt es dort. Später wandte sie sich auch an Jens Spahn.

Auch das bayerische Wirtschaftsministerium stand kürzlich im Fokus wegen der Entscheidung, teure Atemschutzmasken aus Bayern gekauft zu haben, die von Minister Hubert Aiwanger jedoch ausführlich begründet wurde.

Quelle: merkur.de

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