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Hohe Haftstrafen im Pflege-Mafia-Prozess

Hohe Haftstrafen im Pflege-Mafia-Prozess in Google zur Wiederverwendung freigegeben

Bei der Pflege von Patienten haben neun Männer und Frauen mit falschen Abrechnungen bundesweit Millionen Euro ergaunert.

DÜSSELDORF. Nun wurden sie vom Landgericht Düsseldorf wegen Bandenbetruges beziehungsweise gewerbsmäßiger Geldwäsche zu bis zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Im Prozess um millionenschweren Abrechnungsbetrug bei der Pflege hat das Landgericht Düsseldorf hohe Haftstrafen verhängt. Wie das Gericht mitteilte, müssen die Angeklagten wegen Bandenbetruges beziehungsweise gewerbsmäßiger Geldwäsche zwischen zwei und sieben Jahren ins Gefängnis.

Millionenschaden durch falsche Leistungsnachweise

Das Gericht befand die neun Männer und Frauen im Alter von 34 bis 63 Jahren für schuldig, Leistungsnachweise in großem Umfang betrügerisch erstellt oder angepasst zu haben. Den damit erzielten Gesamtschaden beziffert das Gericht auf 4,7 Millionen Euro. Ermittler hatten den von der Bande verursachten Schaden mit mindestens 8,5 Millionen Euro angegeben.

"Alle haben sich, so gut es ging, die Taschen vollgestopft", sagte der Vorsitzende Richter Guido Noltze. Statt täglich etwa Kompressionsstrümpfe zu wechseln, seien den "Patienten", die mitgespielt hätten, acht Jahre lang Putzdienste, Friseurbesuche oder Maniküre bezahlt worden. Mehrere Ärzte hätten ebenfalls mitgemacht und dafür Bestechungsgelder kassiert. Nur ein Bruchteil der Patienten sei so wie von Ärzten verschrieben und wie gegenüber den Krankenkassen und Kommunen abgerechnet gepflegt worden.

Sieben Jahre Haft für Hauptangeklagten

Der Hauptangeklagte wurde dem Gericht zufolge wegen gewerbsmäßigen Bandenbetruges in fünf Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Außerdem wurde auf Gerichtsanordnung einen Wertersatz von knapp einer halben Million Euro angeordnet.

Fast drei Jahre Haft für Hauptzeugin

Die Kronzeugin, die mit ihrem Geständnis erhebliche Aufklärungshilfe geleistet habe, wurde wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrug in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und elf Monaten sowie zu Wertersatz in Höhe von fast 82.000 Euro verurteilt. Insgesamt hatten fünf Angeklagte gestanden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Mit der Anklage in Düsseldorf ist den Ermittlern ein Schlag gegen ein bundesweites Netzwerk gelungen. Zuletzt hatten 230 ambulante Pflegedienste unter Verdacht gestanden.

Quelle:

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Anke Dobler

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www.unternehmensberatung-dobler.de
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