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Lange Freiheitsstrafen im Höxter-Prozess

Lange Freiheitsstrafen im Höxter-Prozess in Google zur Wiederverwendung freigegeben

Das Landgericht Paderborn hat Angelika und Wilfried W. zu langen Freiheitsstrafen verurteilt. Sie hatten in ihrem Haus in Höxter-Bosseborn Frauen geqäult - zwei starben.

Nach den Foltermorden in Höxter-Bosseborn müssen die Angeklagten Angelika W. und Wilfried W. lange in Haft. Das Landgericht Paderborn verurteilte sie zu 13 Jahren Haft, ihren Ex-Mann zu elf Jahren. Zusätzlich ordnete der Vorsitzende Richter seine Unterbringung in der Psychiatrie an.

Geständnis wirkt sich strafmildernd aus

Das Gericht berücksichtigte bei dem Urteil, dass die Taten gegen Anika W. und Susanne W. ohne das umfassende Geständnis von Angelika W. nicht hätten aufgeklärt werden können, erklärte Richter Bernd Emminghaus in der Urteilsbegründung.

Eine lebenslange Haftstrafe und eine besondere Schwere der Schuld, wie die Staatsanwaltschaft für beide Angeklage forderte, konnte das Gericht nicht sehen. Das Verhalten und die Vielzahl der Misshandlungen waren Bestandteil der Tat und könnten deshalb nicht straferhöhend sein.

In einer ersten Reaktion erklärte der Verteidiger von Angelika W., dass seine Mandantin von dem Urteil "begeistert" sei. Er hält es für unwahrscheinlich, Revision einzulegen.

Psychiatrische Behandlung für Wilfried W.

Auch die Verteidigung von Wilfried W. ist mit dem Urteil zufrieden. Obwohl Angelika W. umfassend ausgesagt habe, sei ihr Strafmaß höher. Das zeige, dass sie deutlich mehr Schuld auf sich geladen habe, so die Verteidigung.

Für Wilfried W. sei die Unterbringung in einer psychiatrischen Unterbringung entscheidend. Bei Wilfried W. wirkt sich vor allem seine geringe Intelligenz strafmildernd aus.

Angeklagte entschuldigen sich

Vor der Urteilsbegründung verlas Wilfried W. eine kurze Erklärung: "Ich möchte mich bei allen Opfern entschuldigen. Ich wusste nicht, was richtig, was falsch ist, eine Therapie wäre gar nicht schlecht. Ich möchte straffrei leben." Außerdem dankte er seiner Mutter, seinem Stiefvater und den Strafverteidigern.

Für seine Ex-Frau Angelika W. habe er keine Worte mehr. Auch die äußerte sich noch einmal kurz: "Ich möchte mich bei allen Frauen entschuldigen, denen ich Leid angetan habe."

Mord durch unterlassene Hilfeleistung

Für das Gericht ist es erwiesen, dass das Paar in den Jahren 2011 bis 2016 Frauen in ihr Haus nach Höxter-Bosseborn gelockt und gefoltert haben. Zwei Frauen starben später an den Folgen der Misshandlungen.

Quelle: tagesschau

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Anke Dobler

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