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Selbstjustiz: Pärchen soll Ebay-Betrüger brutal gefoltert haben

Landgericht Bielefeld Landgericht Bielefeld in Google zur Wiederverwendung freigegeben

Selbstjustiz wird in Deutschland aus ethischen und vor allem aber aus juristischen Dingen vor Strafgerichten mit der vollen Härte des Gesetzes geahndet.

LÜBBECKE/BIELEFELD. Dies werden nun auch wieder 2 Angeklagte aus Bielefeld am eigenen Leib  erfahren. Dabei steht bei beiden ein nicht geringes Strafmaß im Raum, sollte die zuständige Strafkammer nach Prüfung sämtlicher objektiver Beweise zu dem Ergebnis kommen, dass sich beide schuldig gemacht haben. Auf den Prozess darf man also gespannt sein.
Doch was war passiert, dass  2 unbescholtene und gut verdienende Bürger mutmaßlich so vom Weg abgekommen sind?

Der Tatablauf laut Anklage habe sich wie folgt abgespielt:

Dem 35-jährigen Angeklagten und seiner sechs Jahre jüngeren Freundin wird vorgeworfen, einen Ebay-Verkäufer in ihre Wohnung nach Lübbecke gelockt und ihn dort gefoltert zu haben, da sie sich von ihm um mehr als 12.000 Euro betrogen fühlten. Laut Informationen nahm das Pärchen bereits im August 2015 Kontakt zu dem 30-jährigen Opfer auf, da dieser angab, dass er zwölf Fernseher für die Firma der 29-jährigen Beklagten beschaffen könne. Zu diesem Zeitpunkt wussten die beiden nicht, dass der 30-Jährige bereits vorbestraft, spielsüchtig und daher knapp bei Kasse war. Daher lieferte er die Fernseher nicht aus, behielt aber die 12.400 Euro, die ihm das Paar zuvor überwiesen hatte.

Als die beiden nach zwei Wochen noch immer keine Geräte erhalten hatten, überredeten sie den Ebay-Verkäufer zu sich zukommen und verübten vor Ort Selbstjustiz.

In der Wohnung der beiden Angeklagten warteten noch zwei bisher unbekannte Personen, die maskiert waren. Als der Mann das Arbeitszimmer betrat, rief der 35-Jährige "Jetzt", woraufhin er und die beiden Unbekannten den Verkäufer attackierten und auf ihn einschlugen, so dass er zu Boden ging.

Schließlich fesselten sie ihn an einen Stuhl, während sie weiter auf ihn einprügelten. Der Angeklagte und seine Freundin umwickelten den Kopf des Opfers mit Klebeband und ließen ihm nur einen Schlitz zum atmen frei. Selbst zu diesem Zeitpunkt kassierte das Opfer noch Schläge und wurde sogar mit einem Elektroschocker unter Strom gesetzt.

Daraufhin versprach er, die bereits gezahlte Summe zurückzuzahlen. In seinem Hotelzimmer in Bad Oeynhausen habe er den Casino-Gewinn von 25.000 Euro liegen, gab das Opfer an. Daher fuhr das Pärchen zu dem Hotel, während der 30-Jährige von den Maskierten bewacht wurde. In dem Hotelzimmer fand das Paar tatsächlich das Geld und kehrte anschließend in die Wohnung zurück. Dort erklärte der 35-Jährige aber, dass er keine Kohle gefunden habe, weswegen ihn die Männer weiter misshandelten. Sie schnitten ihm die Schuhe auf und drohten ihm, mit einer Bohrmaschine in seine Füße zu bohren.

Unter Todesangst ließ die 29-Jährige den Misshandelten unter der Bedingung, dass er das Geld besorge, gehen. Als das Paar in den Folgetagen kein Geld erhielt, rief der Angeklagte bei dem Bruder des Betrügers an und forderte ihn auf, ihm 15.000 Euro zu geben, da ansonsten sein Sohn entführt werde. Dabei gab er sich als Mitglied der Hell Angels aus.

Vor Gericht stritten die beiden Angeklagten die Vorwürfe hingegen ab. Ihrer Meinung nach sei nur die Tatsache richtig, dass der 30-Jährige ihnen noch die Fernseher im Wert von 12.400 Euro schulde. Der Prozess wird am 31. Januar fortgesetzt.

Warum wir diesen Beitrag der Selbstjustiz nun unter Verbraucherschutz laufen lassen?

Ganz hart formuliert ist der oben geschilderte Fall zwar ein absolut krasses Beispiel. Zugegeben. Aber jeder, der auf Ebay kaufen oder verkaufen möchte, muss sich seit Jahren auch damit auseinandersetzen, dass Ebay sich es viel zu leicht macht, und die Sicherheit und Überprüfung der Daten bezüglich der neu angemeldeten Mitglieder - angeblich per Schufa (Adressenüberprüfung) - überprüften Mitglieder kann viel zu leicht von findigen Betrügern ausgehebelt werden. Einfach dadurch, dass die angemeldete Person eigentlich juristisch nichts mit den eigentlich handelnden Personen des jeweiligen Accounts zu tun hat, sondern nur als Alibi fungiert.
Selbst wir von der Redaktion wurden dabei bereits mehrfach Opfer von Betrügern auf Ebay, obwohl wir alle Handlungsempfehlungen beachtet haben.

Daher unser Rat, Augen auf beim Kauf auf Ebay und bei dem leisesten Zweifel besser nicht mitbieten, damit kein finanzieller Schaden entsteht. Sollte es doch zu einem Verlust kommen, den Fall melden, meistens, sofern nicht über PayPal virtuelle Waren ersteigert wurden, sondern die Überwiesung per Bank erfolgte, wird Ebay gegen den Betrüger eh nicht viel unternehmen. Und Euer Geld seht ihr auch nicht so schnell wenn überhaupt wieder. Daher kann ich nur anraten, bei Verlust den Ebay Vorstand mit einer Beschwerde anschreiben und den Fall auf der deutschen ODR Plattform einstellen und melden. Nur so können Verbraucher Druck auf Handelsriesen wie Ebay aufbauen. je mehr Geschädigte sich wehren, um so mehr werden die Unternehmen die Sicherheit für Ihre Kunden ausbauen.

Quelle: tag24.de
            Redaktion genug-ist-genug-org

 

Unfassbar klingen die Tatvorwürfe gegen ein auf den ersten Blick völlig normales Pärchen. Die 28-Jährige aus Lübbecke und ihr 35-jähriger Freund sollen einen mutmaßlichen Ebay-Betrüger auf grausamste Weise gefoltert haben. Der brutale Fall von Selbstjustiz wird seit Donnerstag vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Bielefeld.

Laut Anklage soll das spätere Opfer (30) die beiden Angeklagten um 12.400 Euro betrogen haben, berichten mehrere Medien übereinstimmend, unter anderem das „Westfalen-Blatt“. Das Paar wollte das nicht auf sich sitzen lassen – und griff zu grausamen Maßnahmen.

Opfer in Wohnung gelockt und gefoltert

Unter einem Vorwand sollen sie den Geschädigten in die Wohnung der Frau nach Lübbecke gelockt haben. Dort sollen sie mithilfe zweier maskierter Mittäter das Opfer mit Faustschlägen gefügig gemacht haben. Anschließend sollen sie ihn gefesselt und den gesamten Kopf mit Klebeband umwickelt haben. 

Dann misshandelten sie den 30-Jährigen mit Stromschlägen aus einem Elektroschocker, so die Anklage. Auch eine Bohrmaschine sei zum Einsatz gekommen. Das Pärchen soll gedroht haben, damit in die Knie des Opfers zu bohren.

Mehrere Stunden sei der mutmaßliche Betrüger so gefoltert worden.

Martyrium geht weiter

Aufgrund der Misshandlungen habe der Geschädigte schließlich gestanden, in seinem Hotelzimmer in Bad Oeyenhausen einen Geldbetrag in Höhe von 25.000 Euro deponiert zu haben. Als der 35-Jährige dort jedoch kein Geld fand, nahmen sie dies zum Anlass, das Opfer weiter zu foltern.

Dass der 30-Jährige überhaupt lebend aus der Sache rausgekommen ist, verdankt er vermutlich einem Trick. Er konnte den Angeklagten glaubhaft machen, dass er einen hohen Geldbetrag besorgen könne. Daraufhin sollen sie ihn laufen gelassen haben.

Angeklagte beteuern ihre Unschuld

Bei Prozessbeginn am Donnerstag bestritten die beiden Angeklagten die Anschuldigungen. „Ich war an diesem Tag zu einer Schulung in Hamburg“, sagte der 35-Jährige und legte Hotelrechnungen vor. Fuhr er in dieser Nacht heimlich nach Ostwestfalen? Gut möglich. Denn das Paar wird schwer belastet: Laut „Bild“ hatte ein Nachtportier das Paar in der Nacht bemerkt und wiedererkannt.

Das Urteil wird am 5. Februar erwartet.

(jv)

 
– Quelle: https://www.berliner-kurier.de/29560390 ©2018

 

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Anke Dobler

 Die Schweine von heute sind die Schinken von morgen.

www.unternehmensberatung-dobler.de
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