Login to your account

Username *
Password *
Remember Me

Create an account

Fields marked with an asterisk (*) are required.
Name *
Username *
Password *
Verify password *
Email *
Verify email *
Captcha *
Reload Captcha

Online-Reiservermittler darf Haftung für Zustandekommen des Reisevertrags nicht generell ausschließen

Online-Reiservermittler darf Haftung für Zustandekommen des Reisevertrags nicht generell ausschließen in Google zur Wiederverwendung freigegeben

Sorgfaltspflichten des Vermittlers gelten auch über Buchung und deren Abwicklung hinaus. Das Oberlandesgericht München hat entschieden, dass Online-Reiservermittler die Haftung für eine geplatzte Buchung nicht generell ausschließen dürfen.

Im zugrunde liegenden Fall hatte die Euvia Travel GmbH, die das Reiseportal sonnenklar.tv betreibt, in seinen Geschäftsbedingungen erklärt, dem Kunden keine erfolgreiche Vermittlung der Reise zu schulden. Daher hafte das Unternehmen nicht dafür, dass die Reisen oder Reiseleistungen verfügbar sind und ein Vertrag mit dem Anbieter zustande kommt. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen klagte gegen diese und weitere Haftungsbeschränkungen.

Herbeiführung eines Reisevertrags ist Hauptleistungspflicht des Vermittlers

Das Oberlandesgericht München schloss sich der Auffassung der Verbraucherzentrale an, dass Kunden durch diese Klausel unangemessen benachteiligt werden, und hob das Urteil der Vorinstanz auf. Die Herbeiführung eines Reisevertrags sei die Hauptleistungspflicht eines Vermittlers. Ein Haftungsausschluss für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten sei gesetzlich nicht zulässig.

Vermittler auch für Reiseangaben verantwortlich

Euvia hatte außerdem jegliche Haftung dafür ausgeschlossen, dass die Reiseangaben auf seiner Webseite richtig, vollständig und aktuell sind. Dies ging dem Oberlandesgericht deutlich zu weit. Der Haftungsausschluss betreffe unzulässiger Weise auch Fälle, in denen der Vermittler die Angaben des Reiseveranstalters fehlerhaft übernommen habe oder irreführende Angaben des Veranstalters bewusst nicht korrigiert habe. Derselbe Senat des Gerichts hatte zuvor bereits eine vergleichbare Klausel des Reisevermittlers Comvel auf dem Portal weg.de für unzulässig erklärt.

Haftungsausschluss nach Buchungsabwicklung ebenfalls unzulässig

Das Oberlandesgericht verbot Euvia Travel zudem eine Klausel, mit der das Unternehmen jede Haftung nach der Buchungsabwicklung ausschloss. Das Gericht stellte klar, dass Vermittler auch nach Abschluss des Buchungsvorgangs Sorgfaltspflichten beachten müssen, etwa bei der Bearbeitung von Umbuchungswünschen.

Oberlandesgericht München, Urteil vom 12.04.2018
- 29 U 2138/17 -

 

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Anke Dobler

 Die Schweine von heute sind die Schinken von morgen.

www.unternehmensberatung-dobler.de
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten
Real time web analytics, Heat map tracking

Trend-Nachrichten

Genug-ist-Genug teaser

Genug-ist-Genug teaser

Jan 09, 2017 Rate: 0.00

Videobotschaft an Wolfgang Dobler

Videobotschaft an Wolfgang Dobler

Feb 10, 2017 Rate: 5.00

Videobotschaft an Anne Tachkov

Videobotschaft an Anne Tachkov

Feb 14, 2017 Rate: 0.00

Post Bildergalerie

Millionen veruntreut: Ex-Castell-Bank-Mitarbeiter vor Gericht

Zwölf Jahre und sechs Monate Haft für Enkel-Trick-Betrüger

Trotz Arbeit – eine Million Deutsche auf Hartz IV angewiesen!

Millionenschaden für Voba Langendernbach: Ermittlungen gegen Ex-Bankchef dauern an

Geiselnahme in Köln: Terrorverdacht wird wahrscheinlicher.

Revision in Gruppenvergewaltigung von Velbert

Gruppenvergewaltigung in Velbert: Urteil verkündet

Raubmorde von Höfen: Lebenslange Haft für drei Männer

Neues Experiment: Grundeinkommen statt Hartz IV

Facebook Display